herr-der-ringe-sucheName: Der Herr der Ringe – Die Suche

Bereits vor einiger Zeit rezensierte ich die spielerische Umsetzung der Herr der Ringe-Geschichte von Reiner Knizia, erschienen bei Kosmos.
Sehr gespannt war ich auch auf das mir vorliegende 2-Personen-Spiel mit dem Namen “Der Herr der Ringe – Die Suche“, ebenfalls aus dem Kosmos-Verlag. Leider kann es die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.

Der schlecht strukturierten Anleitung entnimmt man, das Frodo und Sam gegeneinander spielen?!? Hier hätte sich der Autor Peter Neugebauer vielleicht ein kleines bißchen an Reiner Knizia orientieren sollen, in dessen Spiel alle zusammen gegen das Böse spielen. Dies wäre in einem 2-Personen-Spiel sicherlich noch einfacher umzusetzen gewesen.

Nachdem ich mir die Anleitung 3 mal durchgelesen habe (um wenigsten einen Grossteil zu verstehen) starte ich den ersten Spielversuch. Um das spätere Spielfeld auf ein Raster von 8 x 6 Feldern einzugrenzen, werden vom Startkärtchen (Auenland) aus horizontal 8 Landschaftkärtchen und vertikal 6 Landschaftkärtchen (oder umgekehrt) ausgelegt. Danach beginnt das eigentliche Spiel. Die Figuren Frodo und Sam starten vom Auenland aus. Wer am Zug ist, legt eines der 3 Landschaftkärtchen aus seiner Hand an, wobei es an 2 bereits ausliegende Kärtchen angrenzen muss, ebenso müssen die Landschaftsarten übereinstimmen. Wird in diesem Fall eine Landschaft (Berge, Wüste, Wald oder Wasser) aus genau 2 Feldern fertiggestellt, wird dort verdeckt ein sogenannter Begegnungs-Chip platziert.

Als 2. Aktion eines Spielers, wird dessen Spielfigur bewegt und zwar von der derzeitigen Landschaft in eine angrenzende. Kommt man hierbei auf eine Landschaft mit einem Begegnungs-Chip, kann man diesen an sich nehmen (Auf die Begegnungs-Chips gehe ich gleich noch genauer ein). Als 3. Aktion füllt man seine Handkarten wieder auf 3 auf und der nächste ist an der Reihe.

Im späteren Verlauf des Spieles, kommt es immer häufiger vor, dass die Kärtchen durch die Landschaftsübergänge nicht mehr passen, in diesem Fall werden Karten verdeckt angelegt, was als neutrale Landschaft gilt (eine weitere Merkwürdigkeit des Spieles!). Sobald alle Kärtchen ausgelegt sind (offen oder verdeckt), wird der Schicksalsberg auf dem letzten verdeckten Kärtchen platziert. Sobald ein Hobbit diesen erreicht ist das Spiel zu Ende (was aber nicht bedeutet, das derjenige Spieler gewonnen hat).

Sieger ist nämlich, wer die meisten Punkte hat. Hier sind die bereits erwähnten Begegnungs-Chips maßgebend, welche man mit seinen Hobbits eifrig einsammeln sollte. Es gibt die Begegnungs-Chips in 4 Farben, passend zu den Landschaften, auf welchen sie ausgelegt werden.
Die grünen Chips (Wald) zeigen hilfreiche Freunde (Gandalf, Gimli usw.) welche unterschiedliche Punkte zählen.
Die gelben Chips (Wüste) zeigen hilfreiche Gegenstände (Stich, Mithril usw.) welche ebenfalls positive Punkte bringen.
Die blauen Chips (Wasser) zeigen Ents, Adler Gwaihir, Gollum oder den Ring. Die Ents und Gwaihir können ausgespielt werden und erfüllen Sonderfunktionen. Nicht ausgespielte blaue Chips zählen bei Spielende 1 Punkt.

Die braunen Chips (Berge) zeigen entweder leere Höhlen (Nieten) oder aber man trifft auf Orcs, Trolle, Kankra oder Balrog. Diese muss man bekämpfen indem man eine Runde nicht zieht bzw. 2 Runden bei Kankra und Balrog. Danach hat man diese besiegt (???) und erhält ebenfalls die angegebenen Punkte (nicht sehr originell!).
Es gibt noch einige Sonderpunkte. Wer den Schicksalsberg erreicht erhält 3 Punkte, hat dieser den Ring sind es 4 Punkte und mit Gollum wären es sogar 5 Sonderpunkte. Hat man aber nur Gollum zählt dieser -1.

In der 2-Spieler-Reihe von Kosmos mit seinen wirklich guten Spielen fällt “Der Herr der Ringe – Die Suche” recht negativ auf. Die ca. 12-14 Euro sollte man lieber in das “Siedler-Kartenspiel”, “Das Riff” oder “Caesar & Cleopatra” investieren.

Der Herr der Ringe – Die Suche bewerten:

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