Name: Carcassonne
Verlag: Hans im Glück
Bisher waren “Die Siedler von Catan” mein absoluter Favorit bei den Spielen, welche die begehrte Auszeichnung “Spiel des Jahres” bekommen haben. “Carcassonne” von Hans-Jürgen Wrede kann diesem aber meiner Meinung nach das Wasser reichen.
Das Spiel beinhaltet 72 viereckige Landschaftsplättchen, welche Stadtteile, Wiesen, Straßen, Kreuzungen und Kloster zeigen, 40 “Gefolgsleute” (8 Stück in 5 Farben), welche als Ritter, Wegelagerer, Bauer oder Mönch eingesetzt werden können, sowie eine Wertungstafel, auf welcher einer der Gefolgsleute die aktuelle Punktzahl des jeweiligen Spielers anzeigt.
Wer an der Reihe ist, muss eine der verdeckt liegenden Landschaftskarten aufnehmen und anlegen. Die Karte muss so angelegt werden, dass sie zu den bereits ausliegenden passt, z.B. muss Straße an Straße angelegt werden, oder ein Stadtstück an ein bereits ausliegendes Stadtstück. Ausserdem kann der am Zug befindliche Spieler noch einen seiner Gefolgsleute einsetzen. Dies kann nur auf der gerade gelegten Landschaftskarte geschehen. Wird der Gefolgsmann auf ein Stadtstück gesetzt, übernimmt er die Funktion eines Ritters. Auf eine Straße gesetzt ist er ein Wegelagerer, auf der Wiese ein Bauer und im Kloster wird aus dem Gefolgsmann ein Mönch.
Wird durch das Anlegen einer Landschaftskarte eine Strasse oder Stadt vollendet, oder ein Klostergebäude von 8 Landschaftskarten eingeschlossen, kommt es zur Wertung.
Ein umbautes Kloster gibt 9 Wertungspunkte für den Spieler, der dort einen Mönch plaziert hat. Für eine fertiggestellte Strasse bekommt der dort eingesetzte Wegelagerer soviele Wertungspunkte wie einzelne Abschnitte der Strasse.
In einer fertiggestellten Stadt erhält der entsprechende Ritter für jedes beteiligte Stadtstück 2 Wertungspunkte (Ausnahme: Städte, welche nur aus 2 Teilen bestehen, erhalten nur einfache Punkte). Für Stadtstücke, welche ein Wappen erhalten gibt es nochmals 2 Extrapunkte.
Bei Spielende werden dann noch die Wiesen gewertet, sowie unfertige Städte, Strassen und Klöster. Für jede fertigegestellte Stadt, welche an eine Wiese grenzt, erhält der dort befindliche Bauer 3 Wertungspunkte. Unfertige Städte, Klöster und Strassen erhalten noch einen Punkt pro gebautem Teilabschnitt.
Sieger ist der Spieler, welcher die meisten Wertungspunkte erringen konnte.
Carcassonne ist ebenso einfach wie genial. Es wird nie langweilig und oft wird gleich eine 2. Partie angehängt. Ausserdem ist es vergleichsweise günstig zu bekommen (ca. 15 Euro).
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