Zug um Zug – Schweiz-Erweiterung (Ticket to ride – Switzerland)

Verlag: Days of Wonder
Autor: Alan R. Moon
Spieleranzahl: 2 – 3 Spieler (ab 8 Jahren)
Dauer: 30 – 60 Minuten

Zug um Zug – Schweiz ist eine Erweiterung für die Basisspiele von Zug um Zug. Zum Spielen benötigt man die Lokomotiven- und Wagen-Karten sowie die Plastik-Waggons aus dem Grundspiel (USA-Version), der Europa-Variante oder der Märklin-Edition von Zug um Zug.
Der Inhalt von ZuZ – Schweiz (oder Ticket to ride – Switzerland, wie es auf der Schachteloberseite angegeben ist) besteht aus dem Schweiz-Spielplan, 46 neuen Zielkarten sowie einer Regel.

Die Schachtel der Erweiterung ist sehr niedrig gehalten, was im Spielregal Platz spart. Allerdings sorgt der kleine Schachteleinsatz aus Pappe mit seinen engen Karteneinsparungen dafür, dass die Zielkarten sich bald biegen. Es empfiehlt sich, diese zu ihrem eigenen Schutz in einem der Grundspiele zu deponieren (vielleicht mit einem Gummiring zusammengehalten in einem der großen Waggon-Fächer).
Der Spielplan zeigt das Liniennetz der Schweiz mit Anbindungen an die vier Nachbarländer. Wie in der sehr bergigen Schweiz nicht anders zu erwarten, gibt es sehr viele Strecken mit Tunnel. Ansonsten fällt leider negativ auf, dass keine Punkte-Tabelle auf dem Spielplan abgedruckt ist, obwohl dafür genug Platz vorhanden ist. Auch in Kartenform liegt keine Punktetabelle bei. Die Grundregeln sind identisch mit denen der Basisspiele. Auf diese möchte ich deshalb gar nicht weiter eingehen, sondern mich auf die Sonderregeln dieser Erweiterung konzentrieren.
Neue Zielkarten:
34 Zielkarten verbinden wie bisher Städte untereinander. 12 Zielkarten jedoch verbinden Städte mit Nachbarländern oder zwei Länder untereinander.
Entsprechend der Grundregeln, muss zur Erfüllung der Stadt-Land-Zielkarte eine ununterbrochene Verbindung zwischen der Stadt und mindestens einem der Länder hergestellt werden.
Zur Erfüllung einer Land-Land-Zielkarte muss das angegebene Startland mit einem der Zielländer verbunden werden.
Lokomotiven:
Entgegen der anderen ZuZ-Varianten, dürfen die Lokomotiven (die Joker!) ausschließlich in Tunneln verwendet werden. Dafür dürfen – ebenfalls entgegen der üblichen Regel – beim Nachziehen der Handkarten zwei Lokomotiven aufgenommen werden.
Tunnel:
Die Tunnel kommen bereits in der Europa-Ausgabe vor. Da in der Schweiz-Erweiterung rund 2/3 der Strecken aus Tunneln bestehen, gehe ich noch einmal darauf ein.
Wer eine Tunnelstrecke bauen möchte, spielt die erforderliche Anzahl an Wagenkarten der entsprechenden Farbe aus. Dann werden vom Nachziehstapel die obersten drei Karten aufgedeckt. Kommt bei diesen die Streckenfarbe erneut vor, muss der Spieler entsprechend viele zusätzliche Wagenkarten dieser Farbe ablegen. Kann er dies nicht, nimmt er die bereits ausgespielten Karten wieder auf die Hand und setzt in dieser Runde aus.

Spielgefühl
Wie bereits in der Europa-Ausgabe, bremsen die Tunnel ein wenig den Spielfluss. Schafft man es gar mehrere Runden nacheinander nicht, einen Tunnel fertigzustellen, weil ständig wieder Karten der Farbe aufgedeckt werden, stellt sich schnell Frustration ein. Auch das Bauen der tunnelfreien Strecken wird ohne die Lokomotivenkarten schwieriger.
Eine gelungene Steigerung des Spielreizes bringen dagegen die neuen Zielkarten Stadt-Land- und Land-Land-Verbindungen dieser Variante mit sich.
Fazit
Die Schweiz-Erweiterung wird wohl die meisten Anhänger unter den Spielern finden, denen auch die Europa-Ausgabe gefällt, da Ähnlichkeiten vorhanden sind.
Wer jedoch die Einfachheit der USA-Ausgabe favorisiert, sollte vor einem Kauf erst ein Probespiel machen.

Wir bedanken uns beim Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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