caponeName: Capone
Autoren: Mark Caines, Anthony Watts
Verlag: Amigo

Nun, mit dem Thema dieses Spiels wird so mancher seine Schwierigkeiten haben. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es bei diesem Spiel um die Mafia im Chicago der 30er Jahre und somit auch ums Thema “Killen”. Man “erwirtschaftet” Geld aus illegalen Geschäften wie Bankraub, Schutzgelderpressung, Glücksspiel, Waffenhandel, usw. und investiert dieses Geld dann in legale Geschäfte. Jeder Mitspieler beginnt bei Stufe 0 (=DM 0,–) und DM 100.000,– Grundeinsatz, sowie einer gesamten Mafia-Familie, bestehend aus 8 Familienmitgliedern und 8 Bodyguards. Ziel des Spieles ist es als erstes DM 1.000.000 zu erwirtschaften, was dann Stufe 10 auf der Skala entspricht. Die Familienmitglieder haben verschiedene Wertigkeiten von 20.000,– bis 100.000,– DM. Die Bodyguards haben alle den Wert 5.000,–.

Zu Beginn jeder Spielrunde werden jedem Mitspieler 5 Karten ausgeteilt (diese kann man dann noch einmal austauschen), welche reihum ausgespielt werden. Auf den Karten sind in erster Linie illegale Geschäfte abgebildet, die mit den vorhanden Gebäuden auf dem Spielplan übereinstimmen. Spiel man z.B. die Karte “Waffengeschäft” aus, so kann man, falls man nicht aussetzen möchte, das entsprechende Gebäude auf dem Spielplan mit Familienmitgliedern und/oder Bodyguards besetzen. Der Wert der eingesetzten Figuren muss mindestens mit dem aufgedruckten Wert auf der Karte übereinstimmen (in diesem Fall 30.000,–). Nach oben sind (fast) keine Grenzen gesetzt.
Die verschiedenen Gebäudearten sind auf dem Spielplan jeweils 2 mal vorhanden, bei den Karten jedoch 4 mal. So sind natürlich Konflikte vorprogrammiert. Spielt jetzt der nächste Mitspieler eine “Waffengeschäft”-Karte aus, so kann er die Spielfiguren des ersten Spielers aus dem Gebäude werfen. Er muss dazu nur Figuren mit einem größeren Wert einsetzen, z.B. hier 35.000,–. Mit den entfernten Figuren wird folgendermaßen verfahren: Die Bodyguards kommen in den Park, von wo aus sie wieder angeworben werden können. Die Familienmitglieder jedoch werden im Hafenbecken mit einem Betonblock an den Beinen im Wasser versenkt und sind somit aus dem Spiel. Auf diese Art dezimieren sich die Familienmitglieder im Spielverlauf ziemlich.

Außerdem gibt es noch Spielkarten mit legalen Geschäften, welche dann Erträge einbringen, sobald man auf der Skala mindestens auf Stufe 1 steht, und es gibt noch Ereigniskarten wie z.B. “F.B.I.” (ein Familienmitglied muss in den Knast) oder “Geschäftsübernahme” (ein Geschäft wird friedlich übernommen, die Figuren werden dem Mitspieler zurückgegeben).

Es ist schwierig, in diesem Spiel die richtige Taktik herauszubekommen. Spielt man lieber auf Sicherheit oder riskant. Hierzu muss man vor allen Dingen seine Mitspieler gut kennen. Wenn man mit dem Thema keine schwierigkeiten hat, ist es ein empfehlenswertes, abwechslungsreiches und lustiges Spiel. Nicht zu empfehlen ist es Leuten, die sich beim Spielen leicht ärgern.

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