Mit Tricks zum Gewinn: Kann man Spielautomaten überlisten?

Mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel gewinnen. Geht das? Sollte es eine Möglichkeit geben, moderne Spielautomaten zur Auszahlung zu zwingen? Ja und nein, sagen Experten. In der Vergangenheit gab es viele Möglichkeiten, diese Automaten zu überlisten. An heutigen, modernen Geräten ist die Manipulation so gut wie unmöglich. Abgesehen davon ist Betrug nach wie vor strafbar.

Mann spielt mit Geld am Spielautomat mit TrickWer an Spielautomaten sein Glück versucht, sollte es mit der ehrlichen Methode versuchen. Fragwürdige Taktiken werden heutzutage schnell erkannt und entsprechend geahndet. Wer in einem Casino (online oder vor Ort) betrügt, macht sich strafbar und kann zu empfindlichen Geldbußen, bis hin zu Gefängnisstrafen verknackt werden. Dennoch gibt es ganz legale Spielautomaten Tricks, die funktionieren.

Welche legalen Tricks vereinfachen das Spiel?

Es gibt eine ganze Reihe an Kniffen und Tipps, wie am Ende des Spiels auch noch Geld im Geldbeutel übrig bleibt. Denn auf illegale Tricks sollte niemand zurückgreifen.

Auf den Jackpot achten

Wer hofft, einen großen Jackpot zu knacken, sollte einen progressiven Automaten wählen. Wer mehr Spaß am Spiel statt am Gewinnen hat, sucht sich einen Automaten mit kleinerem Jackpot. Diese Maschinen bieten in der Regel mehrere kleinere Gewinne an, der Spielspaß steigt. Automaten, die einen hohen Jackpot versprechen, müssen auch erst einmal mit einem entsprechenden Betrag gefüttert werden.

Budget festsetzen

Ein selbstgesetztes Limit ist das A und O beim Automatenspiel. Legen Sie vorher bereits fest, was Sie bereit sind, zu riskieren. Ist diese Grenze erreicht, hören Sie mit dem Spielen auf. Oft kann die Höhe des Einsatzes selbst bestimmt werden. Von einem Cent bis zu mehreren Euro pro Drehung sind möglich. Freilich ist der Gewinn höher, wenn auch der Einsatz es war, aber länger Freude hat man, wenn man weniger investiert. Das richtige Geld-Risiko-Management ist der entscheidende Weg zu Erfolg oder Misserfolg.

Welche Auszahlungsquote?

Die Auszahlungsquoten variieren von Automat zu Automat. Mit anderen Worten: Die Beträge, die ausgezahlt werden, sind unterschiedlich. Daher sollten Sie nur die wirklich lukrativen Maschinen in Ihr Spiel einbeziehen. Halten Sie Ausschau nach Automaten, die eine Quote von 95 bis 99 Prozent versprechen. In Internetforen kann es hier wertvolle Tipps geben.

Welcher Automat passt zu mir?

Ein Spiel an einem Automaten, der Ihnen nicht liegt oder Ihnen nichts sagt, kann auf Dauer unattraktiv sein. Sicher muss man die verschiedenen Geräte erst kennenlernen, aber zu komplizierte Spielabläufe und/oder Regeln frustrieren auf Dauer. Daher sollten Sie sich vornehmlich für ein Gerät entscheiden, und dieses auch konsequent bespielen.

Automat wirft nicht? Wechseln!

Endlos an ein und demselben Automaten zu zocken, ohne auch nur einen müden Cent zu gewinnen, bringt nichts. Das Angebot an Automaten ist groß. Versuchen Sie Ihr Glück an einem anderen. Zwei nicht auszahlende Geräte direkt nebeneinander sind selten. Im Zweifelsfall also einfach das benachbarte Gerät ausprobieren.

Wer gerne an Geldspielautomaten spielt, sollte einige Tipps beachten.

Infografik: Hohe Nachfrage bei den Geldspielautomaten: Wer auch noch einige Tipps beachtet, kann sparen. Bildquelle: siart – 47922391 / Pablo Rogat – 456788344 / Shutterstock.com / Eigene Darstellung

 

Russen ist der große „Coup“ gelungen

In Russland haben Täter einige Geldspielautomaten aus Casinos aufgekauft, die geschlossen wurden. Anschließend untersuchten sie die Geräte  auf deren Quellcode und die so genannten PRNGs (Pseudo Random Number Generator). Letztere erzeugen einen kryptografischen Schlüssel, der verhindern soll, dass die Maschinen durchschaubar werden.

Weil die Russen aber allerhand Fachwissen an den Tag legten, entwickelten sie eine Möglichkeit, die Automaten doch berechenbar zu machen. Mittels einer App, die sie ihren Komplizen aufs Handy luden, wussten diese, wann genau sie den Automaten bedienen mussten. Die Komplizen vor Ort filmten mit ihren Smartphones einige Spielrunden, schickten sie nach Russland und erhielten kurze Zeit später per Vibrationsalarm das Signal, wann die Knöpfe zu drücken sind. Diese Vorgehensweise hat funktioniert. Allerdings wurden die Täter und ihre Komplizen erwischt.

Auch eine andere Bande war (zunächst) erfolgreich. Sie nutzte die „Poussette“-Methode.

Betrugsversuche in der Vergangenheit

Die Münze am Faden oder „rasierte Münzen“ – All das hat es schon gegeben. Durchaus erfolgreich.

Mit diesen Tricks wurden Spielautomaten schon ausgetrickst
Die Affenpfote Rasierte Münzen „Zündkerzen“ Lichtboxen
Die „Monkey Paw“ (Affenpfote) war ein Stück Stahl, an dessen Ende sich ein Haken mit einer Klaue befand. Damit griff man in die Münzrutsche und öffnete das Türchen, das die Münzen bei der Auszahlung frei gibt. Statt kleineren Auszahlungen kullerten also mehr Münzen aus dem Schacht. Bei rasierten Münzen sind die Ränder derart manipuliert, dass sie zwar ein Spiel ausgelöst haben, aber sofort wieder ausgeworfen wurden. Letztendlich ergaunerten sich die Betrüger damit Freispiele. Die berühmte Münze an einem Faden, wie man sie auch aus zahlreichen Gaunerfilmen kennt. Sie wurde einfach in den Automaten geworfen und am Faden anschließend wieder zurückgezogen. Auch hier gewannen die Täter kein Geld, sondern verschafften sich Freispiele. An Geräten mit einem Lichtsensor wurden diese Manipulationsversuche unternommen. Die Lichtboxen verunsicherten die Lichtsensoren der Automaten, sodass diese schlicht und ergreifend durcheinander kamen und falsche Beträge ausgezahlt haben.

Tabelle: So haben Gauner Automaten in der Vergangenheit ausgetrickst.

Natürlich funktionieren diese Tricks heute nicht mehr. Die Automaten sind hochtechnische Computer, die Manipulationen nicht mehr zulassen. Auch weil viele Menschen längst schon nicht mehr an Automaten in der Spielhalle oder dem Casino vor Ort spielen, sondern auf Online-Automaten zurückgreifen, ist betrügen so gut wie unmöglich. Wer es dennoch versucht, riskiert empfindliche Strafen. Zumal die Betreiber genaue Protokolle über das Ein- und Auszahlverhalten ihrer Geräte erstellen. Wird Ihnen häufiger als üblich ein Betrag ausgezahlt, fällt das sofort auf.

Casinos beschäftigen ehemalige Betrüger

Um auf der sicheren Seite zu sein, beschäftigen Casinos sogar ehemalige Betrüger, um deren Wissen für ihre Zwecke zu nutzen. Zudem tun zahlreiche Kameras und weiteres Sicherheitspersonal ihr Übriges. In der digitalen Welt müsste man schon ein ausgebuffter Hacker sein, um die Geräte so zu manipulieren, dass sie unplanmäßig Geldgewinne ausspucken.

Da heutzutage ohnehin nicht mehr mit Bargeld gespielt wird, sondern Zahlungsarten wie PayPal oder Kreditkarte an der Tagesordnung sind, funktionieren auch die alten Münz-Tricks nicht mehr. Casinos investieren hohe Summen, um die Sicherheitsstandards aufrecht zu erhalten, bzw. noch zu erhöhen. Betrüger haben da kaum eine Chance mehr.

Tricks aus dem Internet: Nur Geldmacherei

Ziemlich undurchsichtige Anbieter bieten im Internet hier und da DEN Ratgeber oder DAS Gerät zur Überlistung von Geldautomaten an. Diese Angebote sind reine Geldmacherei. Denn zum einen sind sie illegal und zum anderen wirkungslos. Nur der Anbieter verdient damit Geld. Also: Finger weg! Dann doch lieber auf die Automatenspiele zurückgreifen, die man auch bequem zuhause spielen kann.

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