Der Berliner Spielehersteller Schmidt Spiele zählt zu den bekanntesten Spieleverlagen. Zahlreiche Gesellschaftsspiele in Form von Brett- und Kartenspielen kamen über den Verlag auf den Markt.
Das wohl bekannteste Spiel aus dem Hause Schmidt ist „Mensch ärgere dich nicht“, das sich weltweit rund 70 Millionen Mal verkaufte. Damit schaffte es das rot verpackte Spiel mit dem griesgrämig blickenden Mann bis in das Bonner Haus der Geschichte, wo es einen Ehrenplatz erhielt. Das Brettspiel begeistert Jung und Alt und wird bereits seit über 100 Jahren gespielt. Entwickelt wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts von dem aus Amberg stammenden Josef Friedrich Schmidt in einer Garage. Heute zählt das Spiel zu den Klassikern unter den Gesellschaftsspielen, das in so gut wie keinem Haushalt fehlt.
Seit dem Jahr 1997 befindet sich der Spieleverlag Schmidt in der Berliner Unternehmensgruppe Blatz, die vor allem für die Unterhaltung von Kindern sorgt. Hier entstanden Kinderstars wie Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg.
Die Produktentwicklung von Schmidt Spiele umfasst 15 kreative Personen, die damit beschäftigt sind, neue Spiele zu entwickeln. Dies geschieht überwiegend in Zusammenarbeit mit Autoren, Grafikern und Redakteuren sowie in Kooperation mit Pädagogen und Psychologen. Die neuesten Spiele, rund 150 jedes Jahr, präsentiert der Verlag jährlich auf Spielemessen und gestaltet mit seinen Innovationen den Markt der Spiele aktiv mit.
Das Schmidt Spiele-Programm umfasst derzeit rund 600 verschiedene Produkte. Viele davon sind ähnliche Klassiker wie „Mensch ärgere dich nicht“ – so zum Beispiel das beliebte Würfelspiel Kniffel oder das spannende Kartenspiel Ligretto.
Der Vertrieb erfolgt über große Spielwarengeschäfte, kleinere Fachgeschäfte sowie Schreibwarenläden. Auch in großen Einkaufszentren und im Internet werden Schmidt Spiele verkauft. Insgesamt verfügt der Spieleverlag über rund 3.200 Vertriebspartner.
Die Geschäftsführung der Schmidt Spiele GmbH teilen sich Axel Kaldenhoven und Martina Priemer. Diese sind stets darum bemüht, mit klaren Unternehmensstrukturen und Innovationen auf dem Spielemarkt das Wachstum des Unternehmens kontinuierlich aufrecht zu erhalten.
Viele Spiele aus dem Hause Schmidt sind nicht unter dem Namen Schmidt zu finden, sondern unter den Namen der Verlage „Hans im Glück“ sowie „Drei Magier Spiele“ und „Adlung Spiele Verlag“. Mit diesen Verlagen ist Schmidt Kooperationen eingegangen. Auf den Spielen aus diesen Verlagen prangt lediglich das Logo des Schmidt Spieleverlages.
Gesellschaftsspiele von Schmidt Spiele
- Gambler (1998)
- Kniffel
- Ligretto
- Mensch ärgere Dich nicht
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