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Schafkopf-Karten – traditionelles Stichspiel in Bayern und Franken

Schafkopf-KartenSchafkopf gehört zu den Stichspielen und wird heute noch vor allem in Bayern und in Franken häufig gespielt. Gespielt wird mit einem 32er Blatt. Allerdings unterscheidet sich ein Schafkopf-Kartendeck von einem klassischen Skatblatt dahingehend, dass statt Bube, Dame und Ass jeweils vier Karten Ober, Unter sowie Sau zum Schafkopf-Kartenspiel gehören. Darüber hinaus unterscheiden sich bis auf das Herz zudem die Farben in einem Schafkopf-Kartenset. Die Spielregeln sind recht einfach, weshalb einige Kinder im Grundschulalter bereits Schafkopf lernen können. In der klassischen Variante wird das Stichspiel Schafkopf wie Doppelkopf zu viert gespielt. Erfahren Sie nun mehr über den Verlauf und die Regeln beim Kartenspiel Schafkopf und wo Sie günstig Schafkopf-Karten kaufen können.

Schafkopf-Karten Test 2022

Woher kommt das Spiel Schafkopf?

Schafkopf-KartenWoher genau das Stichspiel stammt, können Historiker lediglich vermuten. Das erste Mal Erwähnung fand Schafkopf jedoch in einem Bußgeldkatalog, welcher gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausgegeben wurde. Durch die weite Verbreitung des Spiels entstanden in Bayern, Franken und angrenzenden Regionen zahlreiche Spielvarianten.

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Zu einem gemeinsamen Regelwerk kam es erst 1989, welches 2004 erneut überarbeitet wurde und seither als Standard bei offiziellen Turnieren gilt. Vermutlich ist ein Nachfolger von Schafkopf Doppelkopf, welches vor allem in den nördlichen Bundesländern gespielt wird.

Woher der Name Schafkopf stammt, kann ebenfalls nur vermutet werden. Eine der gängigen Theorien besagt, dass in den Wirtshäusern früher Bier- und Weinfässer als Tische genutzt wurden. Der untere Teil des Fasses wurde damals als Schaff bezeichnet und der Deckel als Kopf. Für diese Theorie spricht, dass viele alteingesessene Bayern oder Franken noch heute auf die Schreibweise Schaffkopf bestehen.

Eine weitere Theorie könnte laut einiger Testberichte die bayerische Mundart schaffen sein, die im Hochdeutschen als arbeiten übersetzt werden kann. Schaffkopf wäre der Bedeutung nach also die Bezeichnung für ein Spiel, bei welchem mit dem Kopf gearbeitet werden muss, um den Sieg zu erringen.

Aus welchen Karten besteht ein Schafkopf-Kartendeck?

Schafkopf-Karten unterscheiden sich von einem traditionellen französischen oder deutschen Blatt sowohl in Bezug auf die Farben als auch in Bezug auf die Augenwerte. Die Anzahl der Karten ist bei beiden Kartendecks mit 32 Karten jedoch gleich. Schafkopf-Spielkarten gliedern sich in die folgenden Farben:

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  • Eichel
  • Gras
  • Herz
  • Schellen

Die Ränge, bzw. Augenwerte, mitsamt Schafkopfkarten-Namen sind in aufsteigender Reihenfolge:

Rang Wert/Punkte
Sieben, Acht und Neun 0
Unter 2
Ober 3
König 4
Zehn 10
Sau 11

Hinweis: Schafkopf-Karten erhalten Sie genau wie ein Skatblatt in einer umfassenderen Größe. Als Empfehlung gelten diese Kartendecks für Senioren oder jüngere Erwachsene mit einer Sehschwäche.

Wie gestaltet sich der Spielablauf beim Schafkopf-Kartenspiel?

Bevor das Spiel überhaupt beginnen kann, wird ein Geber bestimmt. Alternativ können zunächst auch vier Karten gezogen werden und der Spieler mit der höchsten Karte wird zum Kartengeber. Zur Tradition beim Schafkopf gehört, dass der Hinterhand, also der Spieler zur Rechten des Gebers, eine, zwei oder drei Karten ab und legt diese wieder auf oben auf den Stapel.

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Wie viele Karten werden traditionell auf einmal verteilt? Nach dem so genannten Abheben werden zweimal jeweils vier Karten an alle Mitspieler im Uhrzeigersinn verteilt. Jeder Spieler hat nun ein Blatt mit acht Karten auf der Hand. Die Schafkopfkarten-Bilder zeigen dabei selbstverständlich, wie bei vielen anderen Kartenspielen auch, nach unten und sind für die Gegner nicht ersichtlich.

Nun beginnt die Spielfindung. Hierfür beginnt der Spieler links neben dem Geber, der im Schafkopf-Jargon auch als Vorhand bezeichnet wird. Im Uhrzeigersinn sagt nun jeder Spieler an, ob der spielen möchte oder nicht. Sofern nur eine Person spielen möchte, darf diese die eigentliche Spielart auswählen. Wird das Spiel zu zweit oder zu dritt zugesagt, wird um die Spielart gereizt.

Möglich sind beim Kartenspiel Schafkopf in aufsteigender Reihenfolge die folgenden Spielarten:

  • Rufspiel
  • Wenz
  • Farbsolo
  • Wenz-Tout
  • Farbsolo-Tout
  • Sie

Die sechs Spielarten beim Schafkopf näher erläutert

Schafkopf wirkt auf den ersten Blick recht einfach, muss je nach Variante aber einige Male gespielt werden, um das System hinter dem Spiel vollständig verstehen und ein erfolgreicher Spieler werden zu können. Ziel beim Schafkopf-Spielen ist es, mit seinen Stichen 61 Punkte zu erzielen. Am komplexesten sind zu Beginn die Regeln für die sechs Spielarten, die Ihnen aus diesem Grund in der nachstehenden Tabelle etwas näher erläutert werden:

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Spielart Erläuterungen
Rufspiel Das Rufspiel gilt als die Standardspielart beim Schafkopf-Kartenspiel. Der Rufer hat dabei eine Sau auf der Hand und sucht eine weitere mit Ausnahme der Herz-Sau. Wer nun beispielsweise die Schellen-Sau auf der Hand hat, ist der Partner des Rufers. Nun spielen zwei Paare gegeneinander. Die höchste Karte gewinnt den Stich und darf die ausgespielten Karten behalten. Bei Schafkopf-Karten gilt eine Bedienpflicht. Ist keine Karte der passenden Farbe vorhanden, darf ein Trumpf ausgespielt werden. Welche Karte ist bei dieser Spielart ein Trumpf? Die Ober-, Unter- sowie alle Herzkarten.
Wenz Beim Wenz spielt ein einzelner gegen die restlichen drei Spielpartner. Als Trümpfe gelten alle Unter, bzw. Wenze.
Farbsolo Auch hier spielt ein Spieler gegen die restlichen drei Spielpartner. Der Ausrufer wählt aus einer der vier Farben einen Trumpf aus. Alle Ober und Unter bleiben unter den Schafkopf-Spielkarten weiter als Trümpfe bestehen.
Wenz-Tout Beim Wenz-Tout wird nach der Spielart Wenz gespielt mit dem Zusatz, dass der Unter in der Farbe Eichel auf der Hand des Ansagers liegt. Alle Stiche müssen gewonnen werden. In der Schafkopf-Punktetabelle verdoppeln sich die gespielten Werte.
Farbsolo-Tout Farbsolo-Tout ist die Spielart Farbsolo mit dem Zusatz, dass der Ausrufer mit den Schafkopf-Karten auf der eigenen Hand alle Stiche gewinnen muss. Auch hier verdoppelt sich beim Karten-Zählen der Spielwert.
Sie Die Spielart „Sie“ wird nur sehr selten angesagt. Hierbei muss der Ausrufer alle Ober- sowie Unterkarten auf der Hand haben. Gespielt im herkömmlichen Sinne wird diese Spielart nicht. Die Karten des Ausrufers werden auf den Tisch gelegt und der Spielwert verdoppelt sich wie beim Wenz- oder Farbsolo-Tout.

Hinweis: Als erste Einführung können Sie auf zahlreichen Internetseiten Schafkopf online spielen und sich die einzelnen Spielschritte erläutern lassen und erst später einen Satz Schafkopf-Karten kaufen.

Vor- und Nachteile von Schafkopf-Karten

  • Kartenspiel mit langer Tradition im bayerischen und fränkischem Raum
  • hoher Spaß- und Zockerfaktor für Gruppen von vier Personen
  • relativ einfach erlernbar
  • ein Schafkopf-Kartenset gibt es bereits für einen Preis von wenigen Euro
  • viele Schafkopf-Karten-Testsieger verfügen über ein ansehnliches Karten-Design
  • ein französisches Blatt ist für Schafkopf nicht geeignet

Welche Marken bieten die besten Schafkopf-Karten?

Schafkopf-Karten-Testsieger sind zumeist aus Leinen oder stabilem Papier gefertigt. Aus diesem Material Schafkopf-Karten günstig kaufen können Sie über einen Online-Shop für Karten-, Familien- oder Gesellschaftsspiele. Das Angebot, welches per Versand zu Ihnen nach Hause geschickt wird, ist zumeist recht groß und im Preisvergleich überzeugen Internethändler durch die geringen Kosten bei der Lagerung. Gute Schafkopf-Karten erhalten Sie dort im Standardformat bereits für weniger als zwei Euro.

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Zu den Top 10 der Schafkopf-Karten gehören unter anderem die Kartendecks der folgenden Spielehersteller:

  • ASS Spielkartenfabrik
  • Grantler
  • Dal Negro
  • TS Spielkarten
  • Ludomax
  • Ravensburger
  • Piatnik
  • Nürnberger Spielkarten Verlag

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